Rom – 5 Tage Urlaub in Italiens Hauptstadt

Mitte Dezember bin ich für fünf Tage nach Rom geflogen. Dieser Beitrag gibt Dir einen kleinen Einblick in diesen Kurzurlaub.
Reisedokumente für meinen Flug nach Italien: Reisepass, Buchungsbestätigung und Boardkarte von Eurowings

Reisedokumente für meinen Flug nach Italien: Reisepass, Buchungsbestätigung und Boardkarte von Eurowings

Tag 1: Ankunft in Rom, Döner und viel Schlaf

Freitag früh, 8 Uhr kam ich am Flughafen Berlin-Tegel (TXL) an. Planmäßige Abflugzeit war 8.05 Uhr. Beim Check-In erfuhr ich dann von der anderthalbstündigen Verspätung. So kam ich etwa 12 Uhr am römischen Flughafen Fiumcino an. Ach war das ein schönes Gefühl. Die Kälte habe ich in Berlin gelassen. In Rom schien die Sonne und es waren ca. 18 °C. Es gibt verschiedene Möglichkeiten vom Flughafen Fiumcino ins Stadtzentrum Roms zu kommen. Neben Taxi (ca. 40 EUR) kann man auch mit der Bahn (8 Euro oder 12 Euro für den schnelleren Express-Zug) oder wie ich, mit einem Shuttlebus von zahlreichen Unternehmen. Ich habe für das Ticket fünf Euro bezahlt und bin mit einem mit WLAN ausgestatteten Bus der Firma TAM innerhalb etwa einer dreiviertel Stunde am römischen Hauptbahnhof Termini gewesen. Dort ging ich als erstes zum Döner Istanbul, vis-à-vis des Termini. Dort war ich während meiner Interrail-Tour im Sommer diesen Jahres auch schon. Ich erkannte den Dönermann sofort wieder, er mich aber verständlicherweise nicht. Nach meiner ersten Mahlzeit an diesem Tag habe ich mich auf den Weg zum unweit gelegenen Hostel gemacht, das ich schon einige Tage vorher über Booking.com* gebucht habe. Das Arthur Hostel kann ich übrigens sehr empfehlen. Für 14 Euro zzgl. der in Rom recht hohen Touristengebühr von 3,50 pro Nacht habe ich in einem ordentlichen Sechs-Bett-Zimmer geschlafen. Frühstück war im Preis auch inklusive. Nach dem Einchecken habe ich mich ins Bett gelegt, um etwas Schlaf der letzten Nächte nachzuholen. Aus geplanten ungefähr zwei Stunden wurden zwölf. Am nächsten Morgen wachte ich wunderbar ausgeschlafen und motiviert mir die Stadt anzusehen auf.
Auf dem Petersplatz im Vatikan.

Auf dem Petersplatz im Vatikan.

Tag 2: Tagsüber Petersplatz, abends Pizza Navona

Vom Bahnhof Termini bin ich in einen Bus des öffentlichen Nahverkehrs zum Vatikan eingstiegen – ohne Fahrkarte. Ich wollte diesen Urlaub so preiswert wie möglich halten, Fahrkarten zu kaufen hielt ich für eine relativ unnötige Ausgabe und habe deswegen während der ganzen fünf Tage und etwa zehn Busfahrten darauf verzichtet. Auf dem Petersplatz waren gar nicht so viele Leute wie ich erwartet hätte, es war immerhin Wochenende. Fast zwei Stunden stand ich auf dem Platz, habe versucht den Petersdom aus verschiedenen Positionen zu fotografieren. Einige Male wurde ich von anderen Touristen angesprochen und gefragt, ob ich ein Foto von ihnen machen könne. Ein Asiate hat mich zusammen mit seiner Frau fotografiert, ich war etwas irritiert. Anschließend bin ich zum Tiber gelaufen. Von der Ponte Umberto I habe ich den Petersdom im Licht der untergehenden Sonne fotografiert und habe dann einen kleinen Spaziergang entlang des Tibers unternommen.
Der Petersdom im Licht der unter untergehenden Sonne, fotografiert von der Ponte Umberto I

Der Petersdom im Licht der unter untergehenden Sonne, fotografiert von der Ponte Umberto I

Als es langsam dunkel wurde kam ich durch Zufall am Piazza Navona, einem bekannten Platz in Rom, vorbei. Ich setzte mich auf eine Bank und beobachtete wie dieser Platz mit zunehmender Dunkelheit immer mehr volksfestlichen Charakter bekam, Straßenkünstler, Schießbuden, etc. habe ich mir angesehen. Ein Künstler hat mich besonders fasziniert. Mit Spraydosen und Schablonen erstellte er wunderschöne Bilder im A3-Format in knalligen und leuchtenden Farben. Dass ich nur mit Handgepäck gereist bin war der einzige aber entscheidene Grund, weshalb ich keine Bilder gekauft habe, ich hätte sie nicht unbeschadet nach Hause bekommen. Am späten Abend irrte ich dann bis zur nächsten Bushaltestelle und stieg in einen Bus, der zum Termini fahren sollte. Dieser Bahnhof ist einfach ein perfekter Verkehrsknotenpunkt, dort kommt alles zusammen. Vom Termini noch ein paar Minuten bis zum Hostel gelaufen und dann ab ins Bett.

Tag 3: Denkmal für Vittorio Emanuele II und Kolosseum

Nach der ersten Übernachtung habe ich das Frühstück vergessen bzw. gar nicht gewusst, dass im Zimmerpreis Frühstück inklusive ist. An diesem Morgen wollte ich es aber nutzen und war ganz begeistert. Es war kein Frühstück von dem man satt wurde, aber interessant gemacht. Ich ging zur Rezeption des Hostels, diese gaben mir die Visitenkarte einer Bar eine Straße weiter. Die Karte zeigte ich dort vor und bekam dafür ein Croissant und eine Heiße Schokolade (ich hätte auch Cappuccino, Espresso oder einfach nur Kaffee bekommen können). Ich trank meine cioccolata calda und machte mich dann auf den Weg zum Monumento a Vittorio Emanuele II, einem monumentalen Denkmal für den ersten König des letzten italienischen Königreichs, gemacht. Es gibt eine Aussichtsplattform, von der aus man einen tollen Blick über die Stadt hat. Außerdem gibt es einen noch höher gelegenen Panoramapunkt, der aber kostenpflichtig ist und den ich deswegen nicht genutzt habe.
Das Denkmal für Vittorio Emanuele II. Von oben hat man einen tollen Panorama-Blick über Rom.

Das Denkmal für Vittorio Emanuele II. Von oben hat man einen tollen Panorama-Blick über Rom.

Von diesem Denkmal aus bin ich die Via dei Fori Imperiali entlang bis zum Kolosseum gelaufen. Ich habe mich dort auf eine Mauer (mit Bankfunktion) gesetzt und stundenlang Leute beobachtet und den warmen Sonnenschein genossen. Gefühlt hunderte Selfiesticks und Souvenire wurden mir zum Kauf angeboten, aber ich blieb sparsam und habe nichts gekauft.

Tag 4: Trevi-Brunnen und StarWars am Piazza della Repubblica

Der Plan war eigentlich mir die Spanische Treppe anzuschauen. Nach Bauchgefühl bin ich los gelaufen mit lediglich der Ahnung einer ungefähren Richtung. Statt der Treppe habe ich dann aber durch Zufall den Trevi-Brunnen entdeckt und die unzähligen Leute beobachtet, die davor standen, Fotos gemacht haben und Münzen über den Kopf in den Brunnen warfen. Das soll ja – wenn man sich nicht umdreht und der Münze hinterherschaut – Glück bringen. Ich habe darauf verzichtet und meine Münzen lieber behalten. In der eigenen Hosentasche machen die mich glücklicher.
Im Foyer des Kinos am Piazza della Repubblica vor dem Filmplakat der siebten STar-Wars-Episode "Das Erwachen der Macht"

Das Denkmal für Vittorio Emanuele II. Von oben hat man einen tollen Panorama-Blick über Rom.

Am Nachmittag kam ich am Piazza della Repubblica, nahe des Termini an. Über das Internet habe ich erfahren, dass es dort ein Kino gibt. Mein Wunsch für diesen Urlaub war auch, den neuen StarWars-Film im Kino zu schauen, natürlich auf italienisch. Für weniger als 8 Euro habe ich einen sehr guten Platz in einem großen Saal bekommen. Meine hohen Erwartungen wurden erfüllt, ich bin sehr begeistert von dem Film und schaue ihn definitiv auch im deutschen Kino noch mindestens einmal, bevor er irgendwann mein Blu-Ray-Regal verziert. Genau 18 Uhr kam ich aus dem Kino raus und ging in die Bahnhofshalle des Termini, wo so eine Art Polizeiorchester gerade ein Weihnachtskonzert gab. Ich schaute eine Weile zu und ging dann vis-à-vis des Bahnhofs zum Dönermann, den ich ja schon von meiner zweiten Interrail-Tour und auch vom ersten Tag dieses Urlaubs kannte. Anschließend fuhr ich noch ein bisschen wahllos mit öffentlichen Bussen durch die Gegend bis ich dann dennoch schon relativ früh ins Hostel zurückging.

Tag 5: Spanische Treppe, Kolosseum und Rückflug

Am letzten Tag des Rom-Urlaubs bin dann – wie schon am Vortag geplant – zur Spanischen Treppe gelaufen. Dort angekommen war ich aber wenig begeistert. Ich hatte erwartet, dass hunderte Leute auf den Stufen sitzen, eben so wie man es aus dem Fernsehen o.ä. kennt. Wegen Restaurierungsarbeiten war die Treppe aber eingezäunt. Naja, ich bin dann eine überfüllte Einkaufsstraße entlanggelaufen und habe mich schließlich auf einem Platz nahe des Piazza di Spagna auf eine Bank gesetzt, Cola getrunken und Leute beobachtet. Nach ungefähr zwei Stunden beschloss ich noch einmal zum Kolosseum zu gehen, um dort einen kleinen Glaswürfel, in den ein Bild vom Kolosseum eingelasert ist, von den vielen Souvenirverkäufern als Erinnerung mit nach Hause zu nehmen. Es gibt kleine für einen Euro und etwas größere für 3 Euro. Verhandelt man etwas muss man aber eigentlich auch für die größere Version nicht mehr als 1,50 Euro bezahlen. Das habe ich zumindest zweimal beobachten können. Beim ersten Besuch der antiken Sehenswürdigkeit habe ich diese Verkäufer immer abgewimmelt, später habe ich es mir aber anders überlegt. Nur hatte ich am letzten Tag leider Pech, diesmal waren nur Selfiestick-Männer da, und davon sogar sehr viele. So schlimm war das aber nicht, ich habe im Vatikan ein Mini-Kolosseum gekauft. Ich saß wieder einige Stunden auf dem gleichen Platz wie beim ersten Besuch und habe solange gewartet bis der Weihnachtsbaum erleuchtet wurde. Diesen habe ich dann noch einige Male fotografiert und dann habe ich mich auf den Weg zum Termini gemacht. Von dort ging es mit einem Shuttle-Bus für 3,90 Euro zum Flughafen Ciampino. Mit Ryanair ging es 21 Uhr zurück ins kalte Berlin.
Ryanair-Flieger am Flughafen Schönefeld.

Ankunft am Flughafen Berlin-Schönefeld.

Goethe fand 1787 für Rom folgende Worte, und ich finde, er hatte Recht:
“Anderer Orten muss man das Bedeutende suchen, hier werden wir davon überdrängt und überfüllt. […] Man müsste mit tausend Griffeln schreiben, was soll hier eine Feder! Und dann ist man abends müde und erschöpft vom Schauen und Staunen.”

Johann Wolfgang von Goethe

Fünf schöne Tage gingen damit zu Ende und ich freue mich schon auf die nächste Reise …

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1 Kommentar

  1. […] (AirBerlin und OnuarAir) aufzugebendes Gepäck inklusive. Meine preiswertesten Urlaube nach z. B. Rom und Teneriffa fand mit Ryanair statt, bei denen jeweils nur Handgepäck im sehr günstigen Preis […]

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Ich bin 22 Jahre alt, lebe in Berlin, versuche aber so oft wie möglich Urlaub im Ausland zu machen. Auf diese Reisen nehme ich Dich gerne durch meine Blogbeiträge mit.

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